Triumph Werke 1896 - 1914
1896 Gründer Siegfried Bettmann
Siegfried Bettmann (1863-1951) gründet in seiner Geburtsstadt Nürnberg die „Deutsche Triumph Fahrradwerke Aktiengesellschaft“.
Das Unternehmen ist ein Zweigwerk seiner „Triumph Cycle Company“ in Coventry. Als Hersteller von Motorrädern und Autos gehört Triumph zu den Ikonen unter den englischen Motormarken. Bettmann wird britischer Staatsbürger und im Jahr 1913 zum Bürgermeister von Coventry gewählt. Beim dem verheerenden Luftangriff deutscher Bomber auf Coventry im Jahr 1940 werden die Triumph Werke zerstört. In der City, wo seine Fabrik stand, erinnert heute an Bettmann eine Gedenkplakette.
1901 Pro Tag 100 Fahrräder
Stolz präsentiert sich die Triumph-Belegschaft.
Oft wird von 6 Uhr früh bis abends 22 Uhr gearbeitet. Rund 100 Fahrräder werden pro Tag hergestellt. Um den Verkauf anzukurbeln, gibt es auf dem Werksgelände ein Velodrom. Jung und Alt können hier das Fahrradfahren erlernen. Je nach Ausführung kostet ein Fahrrad zwischen 300 und 500 Mark – das sind für einen Arbeiter einige Monatslöhne.
1903 Erstes Triumph-Motorrad
Das erste Triumph-Motorrad kommt auf den Markt – ein Viertaktmotorgetriebenes (2 oder 2 ½ PS) Fahrrad mit verstärktem Rahmen.
Noch fehlen die Voraussetzungen für den Absatz großer Stückzahlen. So geben die Triumph Werke 1907 die Motorradherstellung vorerst wieder auf zugunsten des expansiven Fahrradgeschäfts. Es erreicht bald eine Jahresproduktion von 20.000 Stück.
1909 Triumph startet Schreibmaschinen-Produktion
Triumph kauft die Konkursmasse eines Nürnberger Schreibmaschinenwerks und bringt erfolgreich das verbesserte Modell „Norica“ heraus.
In kurzer Zeit gelingt die Neukonstruktion der Triumph 1 - einer Büroschreibmaschine auf höchstem technischen Niveau. 1911 erfolgt Umfirmierung in „Triumph Werke Nürnberg AG“.
1913 Lösung von Mutterfirma in England
Triumph-Schreibmaschinen sind über Deutschland hinaus zum Qualitätsbegriff geworden. 2.000 Geräte unterschiedlicher Modelle verlassen im Jahr das Werk, hoher Exportanteil nach Russland, Italien und Argentinien. 1913 lösen sich die Triumph Werke von ihrer englischen Mutterfirma. 1914 bricht der 1. Weltkrieg aus und stoppt den Aufwärtstrend im Büromarkt.
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