Triumph Werke 1931 - 1945
1932 Volksmotorrad KV 200
Triumph zählt in Deutschland zu den führenden Motorradherstellern.
Für Autos und Motorräder bis 200 ccm Hubraum braucht man keinen Führerschein. Speziell für diesen Markt schickt Triumph das Volksmotorrad KV 200 ins Rennen. Das preiswerte und zudem steuerfreie Zweitakt-Motor-Gefährt erweist sich als ebenso zweckmäßig wie leistungsstark. Die KV 200 erobert in den 1930er Jahren ein Massenpublikum.
1936 Büromaschine Modell 12 setzt neue Maßstäbe
Einen innovativen Markstein setzt Triumph mit dem Standard-Modell 12.
Diese Büroschreibmaschine bietet erstmals die Segmentumschaltung: Nicht mehr der Wagen, sondern der Typenkorb, das Segment, wird bei der Umschaltung auf und ab bewegt. Präzision, Schnelligkeit und Komfort machen sie zur besten Schreibmaschine ihrer Zeit. Das Modell 12 kommt auch als Adler-Schreibmaschine in den Verkauf.
1937 Buchungsmaschine mit Zählwerk
Die Modernisierung des Büros erreicht eine neue Qualität.
Technisierte Arbeitsabläufe führen zur Beschleunigung, rationelles Buchen erhöht die Produktivität. Absatzrekorde erzielen die Triumph-Buchungsmaschinen mit Zählwerken, Schreib- und Vielzählwerks-Buchungsmaschinen. Endbeträge können automatisch errechnet werden.
1938 Rekordumsatz vor 2. Weltkrieg
Im letzten Friedensjahr vor dem 2. Weltkrieg beschäftigen die Triumph-Werke 1.800 Mitarbeiter, erreichen mit 15 Millionen Mark den höchsten Gesamtumsatz ihrer bisherigen Geschichte.
Eine spektakuläre Neuentwicklung gelingt 1938 mit dem Zweitakt-Doppelkolben-Blockmotor des Motorrades BD 250. Etwa 1.000 Maschinen dieses Typs kommen noch in den freien Verkauf.
1943 Rüstungsproduktion und Zerstörung
Wie praktisch in allen deutschen Industrieunternehmen während des 2. Weltkriegs, sind auch bei den Triumph Werken Zwangsarbeiter in der Rüstungsproduktion eingesetzt.
Das neue Motorrad-Modell BD 250 wird als Wehrmachtsmotorrad gefertigt. 1942 endet die Schreibmaschinenherstellung für den zivilen Markt. Bomben der Alliierten zerstören 1943 das Hauptrohrlager und das Firmenarchiv im Verwaltungsgebäude.
1945 Stunde Null: Mitarbeiter schützen Triumph Werke / Neubeginn mit Schubkarren
Bei Kriegsende April 1945 haben die Triumph Werke Glück, nicht im Bombenschutt zu liegen wie ganz Alt-Nürnberg.
Mutige Mitarbeiter hatten sich in den letzten Tages des Krieges dem Befehl des NS-Regimes widersetzt, Maschinen und Anlagen des Werks vor dem Einmarsch der US-Truppen zu zerstören. In der Stunde Null schützen sie das Werk vor der Plünderung. Die dramatischen Ereignisse sind in einem historisch bedeutsamen Firmenschriftstück festgehalten.
Das Dokument, das 2008 dem Stadtarchiv Nürnberg zu Forschungszwecken übergeben wurde, steht als Download zur Verfügung.
Anfang neu: Im Mai 1945, bringen rund 220 Mitarbeiter unter schwierigsten Bedingungen die Produktion wieder in Gang.
Schubkarren und Handwagen sind die ersten Erzeugnisse, dann Fahrräder und Schreibmaschinen. Aufgrund des anfänglichen Verbotes der Siegermächte, Motorräder über 60 ccm Hubraum herzustellen, werden Aggregate für Pumpen, Kompressoren, Traktoren und andere landwirtschaftliche Geräte entwickelt.
TA Triumph-Adler - Simplify your Büro
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