R wie Roboter

Roboter nehmen uns die Arbeit weg. Das ist seit 2013 offiziell. Damals rechneten Carl Benedikt Frey und Michael Osborne von der Universität Oxford aus, dass 47 Prozent aller Arbeitsplätze durch die Digitalisierung wegfallen. Die Zahl galt für die USA, also rechneten deutsche Forscher eilig nach, dass die Quote hierzulande kaum besser ausfiele. Frey und Osborne gehen davon aus, dass Computer und Roboter den Menschen jegliche Arbeit abnehmen, die sie besser können. Zum Beispiel Anrufe aus dem Call Center. Oder das Bearbeiten von Versicherungsfällen oder Steuererklärungen. Aber auch das Steuern von Lkws – autonomes Fahren macht Trucker überflüssig. 

Das alles interessiert die Digital Natives wenig. Trucker wollen eh die wenigsten werden. Sie haben, was Ältere erstaunen mag, wenig Angst vor Robotern, Künstlicher Intelligenz und Computern. Was noch erstaunlicher ist: Sie haben wahrscheinlich recht mit ihrem Optimismus. Das Weltwirtschaftsforum geht davon aus, dass die Roboterrevolution bis 2025 netto 58 Millionen neue Arbeitsplätze schaffen wird. Allerdings werden diese Jobs anders aussehen als die heutigen. Und das wird Probleme aufwerfen: Nicht einmal jede zweite Arbeitskraft in Deutschland verfüge über das Fachwissen für die Jobs der Zukunft, besagen Studienergebnisse. 

Künftig werden die Jobs verteilt sein wie in einer Eieruhr, besagt eine beliebte, wenn auch nicht unumstrittene These: oben gut bezahlte Nerds, unten schlecht entlohnte Dienstleister. Und wenig dazwischen. Klar, wo sich die Generation Z einsortiert.