Y wie Generation Y

Die Jahrgänge zwischen 1980 und 1995 waren der Traum eines jeden Arbeitgebers: ebenso konsum- wie leistungsbereit und bereit, die Extra-Meile zu gehen – wenn dabei etwas für sie herausspringt. Seitdem zur Jahrtausendwende die ersten Millennials auf den Arbeitsmarkt kamen, haben sich die Arbeitgeber auf diese Klientel eingestellt und umwerben sie mit Work-Life-Blending, leistungsorientierter Entlohnung, flexiblen Arbeitszeiten und -orten. Der Millennial arbeitet dort, so das – oft zutreffende – Klischee, wo es die Aufgabe erfordert. Das kann im Büro sein, im Homeoffice, aber auch im Coffee Shop gegenüber.

Das Problem mit der Generation Y: Sie lernt dazu. Frauen wie Männer merken, wie viel Privatleben sie aufgeben für ihr doch recht anstrengendes Work-Life-Blending. Jüngere Umfragen konstatieren, wie ernüchtert viele Millennials sind. Sie sehen in der Arbeit weniger Sinn als ihre Vorgänger, fühlen sich unterfordert und außerdem unfair entlohnt. Die Loyalität zu ihren Arbeitgebern bröselt. „Millennials gehen deutlich kritischer mit ihren Arbeitgebern ins Gericht als ihre älteren Kollegen“, sagt Martin Daniel, Community Manager bei Peakon, Auftraggeber des „Working Better Together“-Reports. „Das gilt vor allem in den Bereichen, die ihnen besonders wichtig sind, wie sinnhafte Arbeit.“ 

Mit anderen Worten: Der Frust wächst.