LEISTUNG? GEMESSEN WIRD NUR DIE ANWESENHEIT

Erfasste Arbeitszeit gibt nur gefühlte Sicherheit
#Digitalisierung #Arbeitswelt #Effizienz #IT-Sicherheit

Arbeitszeiterfassung ist eine gute Sache, findet Expertin Jana Jelenski. Was sie kritisiert: Arbeitnehmer begrüßen aus den falschen Gründen, dass ihre Arbeitszeiten erfasst werden. Denn schiere Präsenz hat wenig zu tun mit der erbrachten Leistung.

Vertrauen ist gut. Vertrauen wird belohnt durch mehr Engagement, mehr selbstständiges Arbeiten, mehr Flexibilität und nicht zuletzt durch bessere Laune. Deshalb werben Experten unverdrossen in Unternehmen überall in Deutschland dafür,  Vertrauensarbeitszeiten einzuführen. Weil die für bessere Leistungen und ein besseres Betriebsklima sorgen. Widerstände dagegen kommen mittlerweile seltener von den Chefs als von den Mitarbeitern. Die finden offenbar Kontrolle besser als Vertrauen. Und sitzen einem Missverständnis auf.

„Die Erfassung der Arbeitszeit sorgt scheinbar für Sicherheit – nach dem Motto ,Damit kann ich meine Arbeitszeit nachweisen`“, sagt Jana Jelenski von der Herrmann Kutscher Weidinger Arbeitszeitberatung in Berlin. „Dieses Gefühl täuscht jedoch.“ Denn gemessen wird die Anwesenheit, keineswegs die Leistung. Was die Mitarbeiter während ihrer Arbeitszeit gemacht haben, lässt sich nicht erfassen. Waren sie anderthalb Stunden auf Facebook unterwegs, haben lustige Katzenvideos mit den Kolleginnen geteilt? Eigentlich müssten sie sich für diese Zeit ausloggen, das macht allerdings niemand. „Die erbrachte Leistung lässt sich aus den erfassten Zeiten nicht ableiten“, sagt Expertin Jelenski.

Und Präsenz ohne Leistung fällt irgendwann auf. Kommt es deshalb zu Konflikten, bringt gewissenhaftes Erfassen ebenso wenig wie der Verweis auf „Aber ich war doch anwesend!“ Solche Diskussionen hält Arbeitszeitberaterin Jelenski für „Stellvertreter-Debatten: Damit vermeiden beide Seiten eigentlich nur, über das eigentliche Problem zu reden“.

Wie notwendig sind die Überstunden? 

Eines der „eigentlichen“ Probleme sind Überstunden. Viele Menschen schätzen an erfassten Arbeitszeiten, dass auch ihre Überstunden erfasst werden. Das liefert im Gespräch mit den Vorgesetzten gute Argumente, falls die Arbeitsbelastung zu groß wird. „Doch vergessen wir nicht die Kollegen vom Typ „Eichhörnchen“, die hier eine halbe Überstunde oder dort zwei Überstunden sammeln – genau passend zum nächsten Brückentag“, sagt Jana Jelenski. „Da fragt sich mancher Arbeitgeber zu recht: Waren diese Überstunden wirklich notwendig?“

Die Expertin plädiert für einen entspannten und reflektierten Umgang mit der Arbeitszeiterfassung sprich: Sie wirbt für Vertrauensarbeitszeiten. Denn bei allem Vertrauen müssen die gesetzlichen Vorgaben weiterhin eingehalten werden. Das hat der Europäische Gerichtshof im Mai 2019 noch einmal deutlich gemacht, indem er alle Arbeitgeber verpflichtete, die Arbeitszeiten ihrer Mitarbeiter zu erfassen – als Schutz vor (Selbst)Ausbeutung und Überforderung. Das gelte auch fürs Home Office und fürs Mobile Working, sagt Jelenski: „Wo ich nicht kontrollieren kann, muss ich vertrauen.“ Nämlich, dass die Arbeitszeiten korrekt erfasst werden.

Wenn das Erfassen der Zeiten fast nebenbei läuft, können Arbeitgeber nur einen groben Fehler machen: ihre Mitarbeiter mit einem zu komplizierten System quälen. „Es gibt Tools und Apps, die überall genutzt werden können, auch im Home Office“, sagt Jana Jelenski. „Gerade wenn Zeiterfassung eher nervt, gilt: so simpel und eingängig, leicht und bequem wie möglich.“

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