Um die letzten Berggorillas zu retten

90.000 Menschen leben im 7.800 Quadratkilometer großen Virunga-Nationalpark, der als vielleicht artenreichstes Naturreservat der Welt gilt. Neben Gorillas und Okapis gibt es hier Waldelefanten, Giraffen, Löwen, Büffel und Antilopen. Deren Lebensraum wird immer kleiner, denn die Menschen zerstören ihre Lebensgrundlage.

Ein Nationalpark wird verheizt

Um zu kochen und zu heizen, hatten die Menschen im Osten der Demokratischen Republik Kongo bislang keine Alternative zu Holzkohle und Brennholz. Also gingen sie in den Wald und versorgten sich. Strom kannten die wenigsten. Das ändert sich jetzt – durch Wasserkraftwerke. Sie entstehen im Rahmen eines Klimaschutzprojekts, das von TA Triumph-Adler unterstützt wird.

Die beiden Laufwasserkraftwerke nutzen die Strömung von Flüssen, um Strom zu erzeugen. Wasser wird mithilfe eines Wehrs aufgestaut, um den dadurch entstehenden Höhenunterschied zu nutzen. Die Strömung setzt ein Turbinenrad in Bewegung und treibt damit Generatoren an. Der Wirkungsgrad ist immens: 94 Prozent.

Strom aus Wasser für 50.000 Menschen

Mit einer Leistung von zusammen 24 Megawatt erzeugen die Wasserkraftwerke jetzt Strom für mehr als 50.000 Menschen. Inzwischen sind bereits Tausende von Haushalten und viele neu gegründete Kleinunternehmen an das lokale Stromnetz angeschlossen. Das Projekt schafft damit die Voraussetzung für wirtschaftliche Entwicklung. „Ohne alternative Energie zur Holzkohle wird dieser Wald in zehn Jahren vollständig abgeholzt sein“, prognostiziert ClimatePartner, Organisator und Betreuer des Klimaschutzprojekts. Dank des verlässlichen Stroms „entstehen nach und nach Alternativen für die Bevölkerung vor Ort, ihren Lebensunterhalt ohne den illegalen Raubbau zu bestreiten“.

Offenbar ein vielversprechender Ansatz: Weil der Bedarf vor Ort groß ist und das Projekt entsprechend erfolgreich, werden derzeit weitere Wasserkraftwerke gebaut. Davon profitieren die Menschen, das Klima – und nicht zuletzt die Berggorillas.