DIGITALE MEDIZIN: VIER SPANNENDE BEISPIELE

Digitale Medizin: vier spannende Beispiele
#Digitalisierung #Healthcare #Gesundheit

Als Expertin für den Bereich Healthcare scannt Judith Meincke in ihrer Funktion als Head of Market Programs & Customer Activation die Branche permanent nach möglichen Kooperationspartnern für TA Triumph-Adler. Hier stellt sie vier spannende Projekte vor: Im virtuellen Raum können Mediziner Operationen einstudieren oder lassen sich mit 3D-Druckern Biomaterialien individuell anfertigen. Und künstliche Intelligenz erkennt nicht nur seltene Krankheiten besser als jeder Mensch, sondern auch, wenn das Sturzrisiko bei alten Menschen steigt. Vier Beispiele von heute, die ein spannendes Morgen versprechen.

3D-Druck kombiniert mit Computertomografie

Bei komplizierten Brüchen erstellen die Mediziner der Berufsgenossenschaftlichen Unfallklinik in Frankfurt am Main mittels Computertomografie 3D-Modelle der Bruchstelle und drucken diese in 3D aus. So können sie die anstehende Operation besser planen. Bislang konnten sich die Ärzte erst während des Eingriffs ein Bild der Lage machen und mussten schnell reagieren, wenn Schwierigkeiten auftraten. So reduziert das 3D-Druck-Tomografieverfahren Kosten, weil es die Dauer der OP verkürzt und die Erfolgsquote erhöht.

Sturzerkennung per Smartphone-App

Nicht nur in Deutschland sind Stürze bei alten Menschen eine häufige Todesursache. Sturzprävention kann Risiken und Kosten senken. Mit einer App der Firma Lindera sollen Gangbildanalysen bald per Smartphone-App möglich sein. Dazu macht der Patient einige Schritte vor der Kamera des Smartphones, und die App errechnet mittels der Analyse eines 3D-Modells des Ganges, wie hoch die Sturzgefahr ist. Die App wird momentan in einer Betaphase mit der AOK Nord-Ost getestet.

Analyse der Sturzgefahr mithilfe einer Smartphone-App


Watson: Einmal Leben retten, bitte!

IBMs Computerprogramm Watson, eine sogenannte künstliche Intelligenz, kann sehr viele Daten in kurzer Zeit analysieren. Ärzte aus Japan nahmen Watson zur Hilfe, weil sie trotz intensiver Untersuchungen über mehrere Monate bei einer Patientin keine treffende Diagnose stellen konnten. Watson analysierte 20 Millionen Krebsstudien und verglich die Daten mit den Symptomen der Frau. Seine Diagnose nach zehn Minuten: eine seltene Form des Blutkrebses Leukämie. Die Ärzte bestätigten Watsons Diagnose und konnten der Frau mit der passenden Behandlung das Leben retten.

Virtuelle Realität nimmt die Angst

Am Lehrstuhl für Mensch-Computer-Interaktion der Universität Würzburg hilft Virtual Reality Menschen mit Phobien. In speziellen virtuellen Welten treffen die Patienten beispielsweise auf Spinnen, die so echt wirken, dass die entsprechende Arachnophobie ausgelöst wird. Da Ängste zum großen Teil gelerntes Verhalten sind, kann es durch eine solche Therapie auch wieder verlernt werden – allerdings mit weniger Aufwand und unter kontrollierten Bedingungen. So muss ein Patient mit Höhenangst dank Virtual Reality nicht auf ein Hausdach klettern, um sich seiner Angst zu stellen.

Das sind nur ein paar Beispiele dafür, wie die Digitalisierung gerade die gesamte Healthcare-Branche beeinflusst und prägt. Gerne können Sie sich auf unseren Seiten weiter informieren oder sich in einem persönlichen Gespräch beraten lassen.